Typografie im Design: So schaffst du visuelle Hierarchie
Warum Schriftgestaltung dein Design tragen kann – oder zerstört
Warum Schriftgestaltung dein Design tragen kann – oder zerstört
Typografie ist kein Nebenschauplatz im Grafikdesign, sie ist essenziell. Sie bestimmt, was gelesen wird, wie schnell es verstanden wird und wie ein Design insgesamt wirkt.
Eine gute typografische Gestaltung schafft Struktur, Rhythmus und Spannung. Eine schlechte verwirrt – oder wird einfach ignoriert.
Visuelle Hierarchie ist das Prinzip, wie wir Informationen wahrnehmen und ordnen.
Typografie ist dabei eines der wichtigsten Werkzeuge, um Prioritäten zu setzen:
Was zuerst auffällt
Was danach gelesen wird
Was optional bleibt
Eine starke Hierarchie führt den Blick gezielt – und das ganz unbewusst.
Überschriften sind größer und fetter. Subheadlines klar abgesetzt. Fließtext ruhig und konstant.
Kombinationen aus unterschiedlichen Schriftarten schaffen Kontraste (z. B. Serif + Sans Serif).
Zeilenabstand, Buchstabenabstand, Rand und Weißraum sind entscheidend für Lesbarkeit.
Farbe kann Betonung schaffen – aber sollte sparsam eingesetzt werden.
Zu viele Schriftarten auf einer Seite
Fehlende Unterscheidung zwischen Hierarchieebenen
Schlechte Lesbarkeit durch zu enge Zeilen
Keine optische Führung (alles sieht gleich aus)
Tipp: Teste dein Design mit zusammengekniffenen Augen. Wenn du die Hierarchie trotzdem erkennst, passt sie!
In meinem Designstudio ist Typografie oft der erste gestalterische Schritt – nicht der letzte.
Wir nutzen sie strategisch:
In Logos zur Definition der Markenstimme
Im Editorial Design zur klaren Struktur
In Corporate Designs als verbindendes Element zwischen Medien
Ob klassisch, verspielt oder nüchtern – jede Marke bekommt ihre typografische Stimme.
Typografie ist nicht nur Dekoration, sondern Gestaltung im reinsten Sinne.
Sie spricht, ordnet, leitet – ganz ohne Bilder.
Wenn du mit deinem Design eine Geschichte erzählen willst, fang bei der Typografie an.
Denn gute Typografie sieht man nicht, man spürt sie.